Modernisierung des Stadions am Kaarster See

Die Sportanlage am Kaarster See wurde 1971 erbaut. Im Laufe der Jahre war sie sanierungsbedürftig geworden und bereits Ende der 90er Jahre für regulären leichtathletischen Trainings- und Wettkampfbetrieb nicht mehr geeignet. Das ließ sich auch an dem starken Rückgang der Teilnehmerzahlen bei den traditionellen Kaarster Leichtathletik-Veranstaltungen ablesen. Nach einer Empfehlung der Gremien des Leichtathletik-Kreises Düsseldorf-Neuss wurde wegen des schlechten Zustandes der Wettkampfanlagen aus Sicherheitsgründen auch auf die Ausrichtung von Kreismeisterschaften in Kaarst verzichtet.

Anträge der Stadt Kaarst zur Sanierung der Sportanlage waren vom Land NRW wiederholt abschlägig beschieden worden. Einem alten leichtathletischen Prinzip folgend aber braucht man Geduld, um erfolgreich zu sein. Trainingsplanung muss langfristig, vor allem aber zielorientiert angelegt sein. So wie der gesunde Wald einen umsichtigen Förster braucht, benötigt der Sport zum Erreichen seiner Ziele Bundesgenossen und Förderer mit Weitblick und Beharrlichkeit, selbst wenn von der Realisierung geplanter Maßnahmen erst die nächste Sportler-Generation profitieren sollte.

Um die alte Sportanlage zu einer in die Zukunft ausgerichteten Sportstätte auszubauen, waren die Erneuerung der Laufbahnen und Kurvensegmente mit Tartan und die Einrichtung für elektronische Zeitmessung unbedingt erforderlich. Nur dadurch war sicherzustellen, dass auf der Anlage auch Leistungssport betrieben werden könnte. Eine engagierte Mitstreiterin bei den Bemühungen der Kaarster Leichtathleten und der Stadtverwaltung um die Sanierung der Sportanlage ist die langjährige Vorsitzende des Sportausschusses des Rates der Stadt Kaarst und spätere Fraktionsvorsitzende der SPD, Klara Kral. Besonders ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass dem erneuten Antrag der Stadt aus dem Jahre 1996 von den verantwortlichen Stellen in Düsseldorf zugestimmt wurde.

Nach Zuteilung der Landesmittel konnte mit den Umbaumaßnahmen Anfang März 2001 begonnen werden. Die Anlage wurde mit sechs Rundbahnen, acht Sprintgeraden auf der Tribünenseite, sechs Sprintgeraden auf der Gegenseite, einem Wassergraben für Hindernisläufe, Wettkampfanlagen für Weit- Drei- Hoch- und Stabhochsprung, Kugelstoß, Hammer- Diskus- Speer und Ball-Wurf zu einer so genannten leichtathletischen B-Kampfbahn ausgebaut. Nach Installation der elektronischen Zeitmessanlage können seit der Wiedereröffnung am 9. September 2001 am Kaarster See auch überregionale Leichtathletik-Meisterschaften stattfinden.